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Heimat bist du großer Töchter …!

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

300 Jahre trüge Maria Theresia dieser Tage auf dem unzweifelhaft ob dieser Last etwas krummen Rücken – Grund genug den diesjährigen Tag des Denkmals ihr und anderen „großen“ Töchtern“ des Landes im weiteren Sinne zu widmen. Es  ist sicher ein edles Unterfangen, sich mit historisch relevanten Vertreterinnen des XX-Chromosomen-Arrangements auseinanderzusetzten. Es stellt sich allerdings schnell die Frage, was und wie viel die Archäologie dazu beitragen kann. Und damit sind wir auch schon mitten drin im Vergnügen, oder „in medias res“, wie die römische Matrone am Stand der Stadtarchäologie Wien vor dem Römermuseum vermutlich sagen würde. Herangehensweisen an dieses Thema gibt es viele, die Stadtarchäologie hat zwei recht unterschiedliche Zugänge gewählt.

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Der Wiener Raum wird erkundet …

Autorin: Christine Ranseder

Die Besiedlungsgeschichte des heutigen Wiener Stadtgebiets beginnt in der Jungsteinzeit (Neolithikum,  5600/5500 bis um 4000 v. Chr.). Verloren gegangene Steinbeile und andere Funde belegen, dass Menschen damals auch diesen Abschnitt der abwechslungsreichen Landschaft an der Donau durchstreiften. Zumindest einigen von ihnen scheint es hier gefallen zu haben, denn sie blieben.
Wie lebten die Menschen in unseren Breiten damals? Was kennzeichnet diesen von ArchäologInnen als Neolithikum bezeichneten Zeitabschnitt? In jedem Blog dieser Serie soll ein kurzer Überblick über die jeweilige Zeitstufe als Orientierungshilfe dienen. Dabei wird Ihnen sicher auffallen: ArchäologInnen benennen von ihnen definierte „Kulturen“/Gruppen gerne nach Besonderheiten der Keramik oder Fundorten. Im Anschluss an die kurze Einführung werden einige wichtige Wiener Fundorte herausgegriffen und vorgestellt.

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Gewichtige Nachrichten!

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und ebenso verhält es sich mit zwei anderen epochalen Bereicherungen der Wiener archäologischen Landschaft. Dieser Tage endet nicht nur die Ausgrabung im Bereich der römischen Ziegeleien im 17. Bezirk, Steinergasse 17, auch die große Sommerwaschaktion der Stadtarchäologie Wien für römische Keramik und vor allem Ziegel ist nun Weltgeschichte.

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Als Wien noch nicht Wien war

Autorin: Christine Ranseder

Dass die Römer im Wiener Raum eine prominente Rolle spielten, ist bekannt. Doch wer durchzog vor ihnen die abwechslungsreiche Landschaft an der Donau? Wo ließen sich in prähistorischer Zeit  Menschen nieder und wo begruben sie ihre Toten? Welche Gegenstände ihres harten Alltags haben sich im Boden erhalten?
Begleiten Sie mich in einer neuen Blogserie durch die Urgeschichte Wiens – von der ersten Besiedlung in der Jungsteinzeit bis zu der Begegnung der Kelten mit den Römern in der Jüngeren Eisenzeit. Bevor es jedoch zu den wichtigsten Fundstellen geht, lassen Sie mich im ersten Blog hinterfragen, was wir über diesen langen Zeitraum von ca. 5600/5500 bis 15 v. Chr. überhaupt in Erfahrung bringen können.

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Gaumenfreuden?

Autorin: Christine Ranseder

Fundsackerl sind wie Überraschungstüten: man weiß nie, was sich in ihnen findet. In diesem Fall verbargen sich zwischen den Scherben zwei Muschelschalen. Es dürfte sich um Austern handeln – aber das Fundmaterial aus der Währinger Straße 25A ist so „frisch“, dass eine nähere Bestimmung durch Experten noch aussteht. Die erste Frage, die sich mir als Archäologin stellt, ist weniger biologischer als kulturhistorischer Natur. Sind die beiden Muschelschalen die kümmerlichen Reste eines Luxusessens oder können sie als Hinweis auf die Herstellung von Perlmutterknöpfen gewertet werden?

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Statussehnsucht?

Autorin: Christine Ranseder

Das kleine Fundmaterial aus der Währinger Straße 25A verleitet mich zwar nicht zum begeisterten Gluckern, es ist aber eine nette Abwechslung und willkommenes Augenfutter. Die Keramikbruchstücke zeigen ein erfreulich vielfältiges Spektrum, das über die zumeist dominierende Kategorie „Topf“ hinausgeht. Offensichtlich wurde hier auch zu Bruch gegangenes Tischgeschirr entsorgt, von dem sich die einstigen Benutzer unter anderem visuelle Stimuli erwartet hatten. Neben Malhornware und Fragmenten mit Träufeldekor fand sich sogar eine Scherbe von Steinzeug nach „Westerwälder Art“, das in Fundmaterial aus Wien relativ selten aufscheint. Aber wie bereits von meiner Kollegin Ingeborg Gaisbauer angekündigt, soll es zunächst um die Keramik mit blauer Bemalung gehen.

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Von Schönheiten und Kochtöpfen

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Schönheit soll ja generell im Auge des Betrachters liegen. Ganz deutlich wird das auch dann, wenn man sich mit Archäologen unterhält, die auf die Bearbeitung von keramischem Fundmaterial spezialisiert sind. Da kann es schon vorkommen, dass auf den ersten Blick Unattraktives aus gebranntem Ton in den höchsten Tönen gepriesen und mit überschwänglicher Zuwendung bedacht wird. Oft genug ist dieses Übermaß an Interesse leicht kommunizierbar, vor allem dann, wenn das betreffende Stück etwas besser erhalten ist als üblicherweise. Die Begeisterung über Daumennagel große Scherben hält sich auch bei Archäologen gelegentlich in Grenzen. Dass „etwas mehr“ an Scherben durchaus erfreulich sein kann, zeigte sich sehr schön, bei einigen kleinen aber feinen Fundposten aus der Währingerstraße 25a, die bei einer kleinen Ausgrabung  gefunden wurden.

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3-D-Puzzles der anderen Art

Autorin: Sigrid Czeika

Die Tätigkeit innerhalb des Fachbereiches der Archäozoologie umfasst nicht nur das Bestimmen von Tierresten, deren Auswertung und Interpretation, sondern benötigt auch einiges Fingerspitzengefühl und manchmal sehr viel Geduld. Letztere ist besonders beim Restaurieren gefordert und zwar dann, wenn eines der „3-D-Puzzles“ auftaucht.

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Hafteln – ein Dauerbrenner

Autorin: Christine Ranseder

Heute sind die unscheinbaren Hafteln vor allem als Verschlüsse von Büstenhaltern unverzichtbar. Die kleinen aus Draht gebogenen Häkchen und Ösen haben jedoch eine viel längere Geschichte als man vermuten würde. Sie unterstützen schon seit einigen Jahrhunderten den guten Sitz der Kleidung. Sein Aussehen hat das Haftel dabei  nicht verändert, nur gleichförmiger ist es durch die Industrieproduktion geworden.

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