„Geh-Denkmal“-Exkursion mit Michaela Müller
„Wo die Stadtarchäologie Wien auf besonders traurige Kapitel unserer Geschichte traf“
Wann: Montag, 26. November 2018, 8:30 bis ca. 16:00 Uhr
Wo: 8:30 Uhr, 1140, Baumgartner Höhe, Eingang zum SMZ-Otto-Wagner-Spital (Bus 48A)
10:00 Uhr, 1010, Judenplatz, vor dem Mahnmal
13:30 Uhr, 1030, Aspangstraße 29, bei den Betonschienen
15:00 Uhr, 1220, Flugfeld Aspern – 16:00 Uhr Ende, Seestadt Aspern (U2)

Es ist möglich, die ganze „Geh-Denkmal“-Exkursion mitzumachen oder nur zu einzelnen Stationen zu kommen.
Anmeldung per E-Mail: michaela.mueller@stadtarchaeologie.at

Kurzinfos:
Wir fahren (Bus, U3, U2) und gehen gemeinsam an einige Orte, an denen Forschungen der Stadtarchäologie Wien besonders traurige Ereignisse in der Geschichte vom späten Mittelalter bis in die Zeitgeschichte berührten, und ich erzähle Ihnen einige Hintergrundinfos. Zu Mittag kann man sich in einem Lokal stärken und in persönlichen Gesprächen austauschen.

Programm:
Archäologische Untersuchungen der Stadtarchäologie Wien haben auch Berührungspunkte mit schrecklichsten Ereignissen der Geschichte.
Eine Suchgrabung 2001 östlich der Kirche am Steinhof bestätigte eine Erinnerung eines Überlebenden der grausamen Behandlung von Kindern in den Jahren 1940-1945 „Am Spiegelgrund“.
Die Ausgrabung am Judenplatz in den Jahren 1995 bis 1998 brachte die im Jahr 1421 zerstörte Synagoge an Tageslicht. Sie fanden im Vorfeld der Errichtung von Mahnmal und Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Österreich statt. (Eine Besichtigung des Museums am Judenplatz ist nicht geplant.)
Die Ausgrabungen auf den Aspanggründen im 3. Bezirk erfassten auch Teile des 1977 abgerissenen Aspangbahnhofes. Zwischen 1939 und 1942 wurden von diesem Wiener Bahnhof aus 47.035 Menschen in jüdische Ghettos, in Konzentrationslager und zu Hinrichtungsstätten deportiert.
Auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern wurden viele archäologische Funde getätigt. Einige zeigten die Brutalität der napoleonischen Kriege.