Durch die „dunklen“ Jahrhunderte … etwas Quellenkunde und viele Gräber

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Die Wiener lieben das Makabre! So gefunden in demselben Kramladen an Klischees, wo unsere Ernährung über Schnitzel und Apfelstrudel definiert und die Überzeugung transportiert wird, dass wir uns hier alle im ¾ Takt vorwärtsbewegen. Paris hat die berühmteren Katakomben, in London tummeln sich früher die Serientäter, aber wir Wiener sind ja ach so gefällig düster. Dass sich zumindest die dunklen Jahrhunderte in Wien tatsächlich mehr über Bestattungen als Siedlungsreste definieren, ist allerdings weder dem Liebäugeln mit der großen Finsternis geschuldet, noch der Nachlässigkeit der Archäologie, sondern in erster Linie der Tücke des Objekts. Die Frage die sich hier aber folglich drängend stellt: Wie schreibt man Geschichte mit lauter Skeletten?

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In Freundschaft und Liebe

Autorin: Christine Ranseder

E3? Der Konsument von heute denkt dabei vermutlich an einen Lebensmittelzusatz. Doch weit gefehlt! Die 3 ist der deutsche Beitrag zur Sprache der Liebe, wie man sie im 18. Jahrhundert pflegte. Laut gelesen wurde die Zahl ähnlich wie das Wort treu ausgesprochen. Auf einem Ring galt die Kombination aus Initiale und 3 also als Treueschwur. Wer sich hinter dem Buchstaben E auf unserem Ring verbirgt, wird für alle Ewigkeit im Dunkeln bleiben. Auch über den emotionalen Zustand und das Schicksal dieses Namenlosen lässt sich nur mutmaßen. ArchäologInnen müssen sich bekanntlich mit den materiellen Beweisen einstiger Zuneigung begnügen. So mancher Fingerring belegt zumindest den Weg in den Hafen der Ehe und den dortigen Verbleib.

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Die Residenzstadt Wien an der Donau. Die Geschichte der Stadtbefestigung am Beispiel der Neutorbastion

Autorin: Ingrid Mader

Heute ist von der ehemalige Neutorbastion leider nichts mehr zu sehen. Im Bereich der Neutorgasse  4–8 wurden Teile derselben anlässlich eines Bauprojektes archäologisch und bauhistorisch untersucht. Die Ergebnisse liegen nun als Buch vor.

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