Archäologische Arbeiten mitten im römischen Legionslager

Autorinnen: Sabine Jäger-Wersonig, Ingeborg Gaisbauer

Aber da gibt’s doch noch mehr … Auch dieses Jahr erwartet uns aus archäologischer Sicht ein „heißer Herbst“. Durch die geplante Begegnungszone, die den Petersplatz, den Bauernmarkt sowie die Freisinger-, die Goldschmied- und die Milchgasse umfassen soll und eine Fußgängerzone im Bereich der Freisingergasse 4, wird es zu weitreichenden Veränderungen im Untergrund kommen. Zu Beginn werden die Rohrleitungen von Gas, Wasser und Fernwärme erneuert. Zusätzlich wird die Fernkälte neben schon bestehenden Leitungen verlegt. Diese Arbeiten bedeuten umfangreiche Erdbewegungen, die bis in eine Tiefe von vier Meter reichen können. 2022 soll dann mit der eigentlichen Gestaltung der Oberfläche in Form einer neuen Pflasterung und der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern begonnen werden. All diese Arbeiten werden, sobald in historische Schichten eingegriffen wird, von der Stadtarchäologie Wien begleitet. Welche spannenden Einblicke können wir nun erwarten?

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Tuchlauben Update!

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Es ist nun schon ein paar Wochen her, seit wir das letzte Mal „Neues“ über „Altes“ aus der Tuchlauben zu bieten hatten: Höchste Zeit, Sie auf den neuesten Stand zu bringen und ein paar interessante Schichten und Funde von den Römern bis ins beginnende Hochmittelalter zu präsentieren.

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Das 11. Jahrhundert – ein Anfang in Scherben

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Während meines Studiums, also vor mittlerweile viel zu vielen Jahren, hatte Keramik des 11. Jahrhunderts in Wien eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Ungeheuer von Loch Ness: Alle paar Jahre kam es im Sommer zu einer unbestätigten Sichtung.
Begutachtete man die Scherben dann, waren sie meist jünger oder − sehr selten – älter. Eine konkrete Vorstellung, wo im 1. Bezirk sich das 11. Jahrhundert verbergen könnte, wollte sich einfach nicht einfinden. Aber siehe da: Die letzten Jahre brachten hier eine Wende und die derzeitige Künette in der Tuchlauben könnte die Situation noch einmal sprunghaft verbessern! Ein guter Grund, einen raschen vorbereitenden Blick auf die Problematik der Funde und Befunde des 11. Jahrhunderts in Wien zu werfen.

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Von römischen Säulenhallen und mittelalterlichen Lauben

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Die Tuchlauben ist – ohne Zweifel – ein alter Straßenzug, zwar nicht römisch, wie es etwas betagte Theorien zur Geschichte Wiens gerne behaupten, aber immerhin mittelalterlich – und als Verbindung zwischen dem Hohen Markt und dem Graben höchst prominent gelegen. In den nächsten Wochen bieten sich der Stadtarchäologie Einblicke in diesen geschichtsträchtigen Boden, und aus gegebenem Anlass bringen wir, zur Einstimmung sozusagen, einen kleinen Überblick über die Entstehung der Tuchlauben.

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