Zeig her dein Geld …

Autorin: Constance Litschauer

… und ich sage dir, wer du bist! Das trifft auch auf die im Sommer 2025 in der Seestadt Aspern aufgedeckte Börse zu, in der sich Münzen und Papierreste fanden. Vor dem Hintergrund der Schlacht bei Aspern (1809) gegen die französischen Truppen erzählen sie von ihrem ehemaligen Besitzer, aber auch von der Geld- und Wirtschaftspolitik in den habsburgischen Erblanden.

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Geldbörse gefunden!

Autorin: Christine Ranseder

Eines unserer Grabungsteams fand in Aspern-Seestadt zwar nicht den Topf am Ende des Regenbogens, aber immerhin eine prall mit Münzen gefüllte Geldbörse. Sie kam als Streufund unmittelbar bei einem Grab von in der Schlacht von Aspern (1809) gefallenen Soldaten zu Tage. Zugegeben, der nach der Bergung noch feuchte Fund sah recht unansehnlich aus. Spannend − und eine Seltenheit − ist das Lederbörserl trotzdem. Nicht nur, weil alle wissen wollten: Was ist drin?

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Das Weltkriegsende im Wiener Boden (Teil 2): Die letzte Ausbauphase des Luftschutzes in Wien

Autorin: Constance Litschauer

Das Ende des Zweiten Weltkrieges in Wien im April 1945, welches archäologisch oft durch Schuttlagen und Bombentrichter geprägt ist, zeichnete sich für die Bevölkerung spätestens ab 1943 ab. Von dieser beklemmenden Phase zeugen auch im Wiener Boden heute oberflächlich nicht mehr sichtbare bauliche Reste, die durchwegs dem Luftschutz dienten.

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Das Weltkriegsende im Wiener Boden (Teil 1): Die letzte Kriegsphase und das Kriegsende

Autorin: Constance Litschauer

Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Das bietet auch uns einen guten Anlass, die an damals erinnernden Überreste im Wiener Boden archäologisch näher zu beleuchten. Besonders, da wir im Gegensatz zu verschiedenen, weiterhin das Stadtbild prägenden Einbauten auf andere, nicht mehr sichtbare Spuren treffen. Vor allem jedoch, weil es sich um genau jene handelt, die zeitlich am ehesten rund um das Kriegsende anzusetzen sind.

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Schreib´ mal wieder!

Autorin: Christine Ranseder

Die sozialen Medien sind in der Krise. Vielleicht sollten wir öfter zu Papier und Kugelschreiber greifen, um Familienmitgliedern und Freunden ein paar Zeilen zu schreiben. Sogar Kalligrafie ließe sich so stilgerecht mit Schreibfeder und Tinte üben, „Handlettering“ liegt ja seit einigen Jahren im Trend. Nur, wer will schon so ein historisierendes Objekt für Schreibutensilien, wie unseren Fund aus der Lindengasse (Wien 7), herumstehen haben?

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Hübsches für den Garten: Beeteinfassungen aus Terrakotta

Autorin: Christine Ranseder

Notre-Dame können wir keine Konkurrenz machen, etwas Besonderes sind unsere neugotischen Funde im handlichen Kleinformat dennoch. Zutage kamen die Fragmente des historisierenden Gartenschmucks in der Rechten Bahngasse (Wien 3) zwischen Jaurèsgasse und Rennweg.

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Die Erkundung des keramischen Sammelsuriums aus der Siebenbrunnengasse geht weiter …

Autorin: Christine Ranseder

Im letzten Blog habe ich einen Blick auf einige besondere Einzelstücke versprochen, die im Wiener Fundmaterial rar sind. Nun, hier sind sie. Passend zum Namen ihres Fundortes, Siebenbrunnengasse, steht die Keramik mit Wasser in Zusammenhang.

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Ein keramisches Potpourri aus der Siebenbrunnengasse

Autorin: Christine Ranseder

Eine aufgegrabene Straße kann für Fundbearbeiter:innen den Charme eines Überraschungseis besitzen. Man weiß vorher nie, was sich unter der harten Schale verbirgt. Ist diese einmal geknackt, kann die Stimmung beim Öffnen der Fundsackerl die volle emotionale Bandbreite − von maßlos enttäuscht bis himmelhoch jauchzend − abdecken. Das Fundmaterial aus der Siebenbrunnengasse war für mich irgendwo in der Mitte angesiedelt und pendelte zwischen „aha, interessant“ bis „ach, ist das niedlich“. Liebhaber historischer Keramik können diese Reaktionen bei einem Blick auf einige hübsche Dekorvarianten und seltene Einzelstücke aus dem Sammelsurium vielleicht nachvollziehen.

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Pferdeskelett am Oberen Hausfeld gefunden!

Autor: Martin Penz

Gerade erst hatten wir über die Pferdefunde von der Napoleon-Schlacht in der Seestadt Aspern berichtet, nun kam wiederum ein ganz aktueller Fund eines Pferdeskelettes hinzu!

Neu ist allerdings der Fundort: Am Oberen Hausfeld, ca. 1100 m nördlich des Asperner Heldenplatzes, wo das bekannte Löwendenkmal von Anton Dominik Fernkorn an die Schlacht von 1809 erinnert, werden entlang der U-Bahnlinie U2 gerade neue Siedlungsanlagen errichtet. Da auch diese Baustellen von der Stadtarchäologie Wien begleitet werden, konnte sogleich eine fachmännische Bergung und Dokumentation mit Unterstützung der Grabungsfirma Novetus GmbH in die Wege geleitet werden.

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Pferde im Schlachtengetümmel vor Aspern und Essling anno 1809

Autorin: Sigrid Czeika*

Undenkbar war es früher, ohne der Zug- und Tragkraft von Pferden auskommen zu müssen. Die Felder wurden mit ihrer Hilfe bestellt, Wägen mit Waren und Personen wurden von ihnen gezogen oder sie wurden geritten. Beinahe alles, wofür heutzutage Autos, Traktoren und Lastkraftwägen benutzt werden, war damals − und nicht nur in konfliktfreien Zeiten − von der Kraft der Pferde abhängig.

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