Autorin: Barbara Wieser

Es gibt Orte in Wien, deren Gegenwart so stark ist, dass man ihre Vergangenheit beinahe übersieht. Der Graben sowie der Kohlmarkt gehören dazu. Man sieht Fassaden, Geschäfte, Schaufenster, Passanten, einen der teuersten und repräsentativsten Stadträume des Landes. Alles wirkt vollendet, gestaltet, urban gezähmt. Und doch ist gerade dieser Raum kein abgeschlossener Ort, sondern eine der dichtesten historischen Schnittflächen der Inneren Stadt.








