Von der porta decumana zum Peilertor

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Auf zwei „Spuren“ brachte es die Straße, die durch die porta decumana führte. Das mittelalterliche Peilertor, das an derselben Stelle und vermutlich gestützt auf Reste des römischen Tores gebaut wurde, war hingegen nur einspurig. Auch sonst hat sich in dieser Ecke der Stadt zwischen Ausgang der Tuchlauben auf den Graben, Bognergasse und Naglergasse vom 2. bis ins 21. Jahrhundert sichtlich so einiges verändert …

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Von Vorstädten in Frieden und Krieg – Teil 2

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Mit den Vorstädten ist es eine ganz eigene Geschichte: Man weiß, dass sie da waren, aber ihre genaue Ausdehnung, ihre Struktur, die Lage von Handwerksbetrieben, die in schriftlichen Quellen erwähnt werden, die soziale „Durchmischung und Staffelung“ – all das ist immer noch Gegenstand der historischen und archäologischen Forschung.

Aus archäologischer Sicht muss man sich aber vor allem folgende Frage stellen: Was für Funde und Befunde sind auf Grund der sehr speziellen Situation von Lage und wechselhafter Geschichte der Vorstädte überhaupt auf uns gekommen und in welchem Zustand? Wie aussagekräftig sind die archäologischen Quellen, oder – genauer gesagt – über welche Prozesse „vor der Stadtmauer“ des mittelalterlichen Wiens geben sie uns wirklich Aufschluss? Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme mit sehr viel weiterführender Literatur für Wissbegierige …

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Kellergeschichten – die neue Kabinettausstellung im Römermuseum

Autorin: Sophie Insulander

In einer Großstadt wie Wien archäologische Forschung zu betreiben, gleicht in mancher Hinsicht dem Zusammensetzen eines riesigen Puzzles. Mit jeder neuen Ausgrabung gewinnt man ein weiteres Puzzlestück, das dann in das große Bild der historischen Stadt eingefügt werden kann. Der Weg dorthin kann jedoch schwierig sein, wie etwa im Fall des spätrömischen Kellers im Legionslager Vindobona.

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Von Vorstädten in Frieden und Krieg – Teil 1

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Detail aus dem Albertinischen Plan, nach einer Vorlage von ca. 1421/22. (Wien Museum)

„Vorstädtisch“ … das ist – höflich ausgedrückt – eine sehr flexible, um nicht zu sagen schwammige Bezeichnung, und wirft eine Menge Fragen auf. Die erste und drängendste davon ist vermutlich, welche Version von Wien zu welcher Zeit überhaupt als historischer Referenzbereich herangezogen wird. Wie muss die Stadt beschaffen, wie weit entwickelt sein, dass man mit Fug und Recht überhaupt einen Bereich „vor der Stadt“ zu differenzieren in der Lage ist? Mit dieser kleinen gebietstechnischen Definition gilt es sich zuerst auseinanderzusetzen, ehe man sich mit der Exponiertheit, dem Mangel an Schutz für eben diese Vorstädte gerade in kriegerischen Zeiten zu beschäftigen vermag.

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Wasserversorgung in Wien

Autorin: Valerie Strunz

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu und damit leider auch die Ferien, deshalb zieht es an diesen letzten heißen Tagen viele noch einmal ans Wasser. So auch die Stadtarchäologie Wien!

Wien hat seit jeher das große Glück über viele lokale Wasserressourcen zu verfügen. Um den heutigen Standard der Wasserversorgung zu erreichen, musste aber auch in unserer Stadt ein langer Weg zurückgelegt werden …

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Steinerne Zeugen erzählen

Autor:innen: Andreas Rohatsch, Constance Litschauer, Michael Raab, Roman Skomorowski, Valerie Strunz, Martin Mosser

Es mag bekannt sein, dass mit Hilfe des Studiums von Mauerwerksstrukturen ein Erkenntnisgewinn möglich ist. Nicht zuletzt liefert die Bauweise wichtige Hinweise auf die zeitliche Stellung eines Gebäudes oder auch auf seine Funktion. Einige Anhaltspunkte bietet aber auch das verwendete Baumaterial, wie eine unlängst aus einer Mauer entnommene Gesteinsprobe zeigt.

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„Gut Ding will Weile haben! …“ – Die oxidierend gebrannte Gebrauchskeramik der Ausgrabungen Wien 3, Rennweg 44

Autorin: Gertrud Mittermüller

Es freut uns sehr, dass wir den nunmehr letzten Band der wissenschaftlichen Aufarbeitung einer der flächenmäßig größten Grabungen in der Zivilsiedlung von Vindobona, an der Adresse Rennweg 44 im 3. Wiener Gemeindebezirk, vorlegen dürfen.

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Tempus fugit

Autorin: Christine Ranseder

Die Zeit rast − auch wenn man glaubt, auf der Stelle zu treten und sich in einer Endlosschleife aus Déjà-vus gefangen sieht. Die Rückkehr zur Normalität fühlt sich mittlerweile wie das Warten auf Godot an, doch allen Widrigkeiten zum Trotz konnten die MitarbeiterInnen der Stadtarchäologie auch 2021 das Wissen um die Geschichte Wiens bereichern.

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Von römischen Säulenhallen und mittelalterlichen Lauben

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Die Tuchlauben ist – ohne Zweifel – ein alter Straßenzug, zwar nicht römisch, wie es etwas betagte Theorien zur Geschichte Wiens gerne behaupten, aber immerhin mittelalterlich – und als Verbindung zwischen dem Hohen Markt und dem Graben höchst prominent gelegen. In den nächsten Wochen bieten sich der Stadtarchäologie Einblicke in diesen geschichtsträchtigen Boden, und aus gegebenem Anlass bringen wir, zur Einstimmung sozusagen, einen kleinen Überblick über die Entstehung der Tuchlauben.

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