Pferde im Schlachtengetümmel vor Aspern und Essling anno 1809

Autorin: Sigrid Czeika*

Undenkbar war es früher, ohne der Zug- und Tragkraft von Pferden auskommen zu müssen. Die Felder wurden mit ihrer Hilfe bestellt, Wägen mit Waren und Personen wurden von ihnen gezogen oder sie wurden geritten. Beinahe alles, wofür heutzutage Autos, Traktoren und Lastkraftwägen benutzt werden, war damals − und nicht nur in konfliktfreien Zeiten − von der Kraft der Pferde abhängig.

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Süßwaren-Nostalgie

Autorin: Verena Tiedtke

Der Kirstein Blockmalzmann, der hat’s mir angetan. Kennen Sie noch den Blockmalz-Mann und das zugehörige Lied? Auslöser für diese Süßwarennostalgie und summende Kolleginnen und Kollegen war eine Kirstein−Rahmblockmalz-Verpackung aus einer Leitungskünette am Fleischmarkt im 1. Bezirk. Neben Erinnerungen an die eigene Kindheit repräsentiert diese unscheinbare Verpackung auch ein Stück Wiener Unternehmenskultur.

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Was vom Menschen bleibt – „Abdrücke“ aus römischer Zeit

Autorin: Rita Chinelli

Die Archäologie beschäftigt sich mit den Hinterlassenschaften der Menschen vergangener Zeiten. In der Regel sind dies Bauten, Gräber, Objekte und Gegenstände des täglichen und des besonderen Bedarfs oder auch einfach Erdschichten, die von menschlichen Aktivitäten herrühren. Immer wieder finden sich aber auch direktere Zeugnisse von Personen, und zwar in Form von Finger- und Fußabdrücken. Werfen wir einen Blick in die Zeit der Römer in Vindobona.

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Die Gürteltasche mit zwei Schlaufen: ein Dauerbrenner

Autorin: Christine Ranseder

Als treuer Begleiter und unverzichtbares Behältnis für Dies und Das ist die mit zwei Schlaufen am Gürtel befestigte Ledertasche kaum zu übertreffen. Kein Wunder also, dass das Männern vorbehaltene Modell eine lange Laufzeit vom 14. bis ins 17. Jahrhundert aufwies. Auch im spätmittelalterlichen Wien wurden diese Gürteltaschen getragen, wie ein Fund aus der Werdertorgasse 6 (Wien 1) belegt.

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Katze gefunden!

Autorin: Christine Ranseder

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das weihnachtliche Bildgebäck – Spekulatius und Lebkuchen – ist dabei, im Hüftbereich dauerhafte Spuren zu hinterlassen. Der Tag der guten Vorsätze und des Austauschs von Glücksbringern naht. Wir können Ihnen leider kein rosa Marzipanschweinchen reichen. Aber wie wäre es mit einer Glückskatze?

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Die Natur im Haus

Autorin: Christine Ranseder

Pflanzen in Blumentöpfen ins Haus zu holen − sei es wegen ihres Wohlgeruchs oder aus ästhetischen, kulinarischen bzw. medizinischen Gründen, hat eine lange Tradition. Im archäologischen Fundmaterial aus Wien sind Blumentöpfe dennoch recht selten. Die wenigen gut erhaltenen Exemplare stammen zumeist vom Areal ehemaliger neuzeitlicher Friedhöfe. Vereinzelt sind auch winzige Bruchstücke von verzierten Pflanzgefäßen bekannt geworden, aber über Form und Dekor lässt sich in diesen Fällen meist nicht einmal spekulieren. Umso größer war unsere Freude, als am Bauernmarkt 1, Wien 1, gleich mehrere gut erhaltene Blumentöpfe mit weißer Bemalung zu Tage kamen.

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Glück im Spiel …

Autorin: Christine Ranseder

… Pech in der Liebe? Wir werden es nie wissen. Zurück blieben nur einige Kerzenleuchter mit Spielkartensymbolen. Sie wurden einst im Keller eines Hauses in der Lindengasse entsorgt und von der Stadtarchäologie Wien im Zuge einer Baubegleitung wieder ans Tageslicht befördert.

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Armenhausgeld – eine Wiener Spezialität

Autorin: Constance Litschauer

Wenn das Fundmaterial eine seltene Objektgruppe umfasst und Einblicke in die Stadtmorphologie Wiens ermöglicht, ist das natürlich ein Glücksfall. Ein solcher ist zweifelsohne Armenhausgeld des 18. Jahrhunderts, das während der letzten zwei Jahre vermehrt im Zuge des Ausbaus des Wiener U-Bahn-Netzes zu Tage kam.

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Hinein ins Sackerl mit dem Gackerl!

Autorin: Sigrid Czeika*

Es gibt „Gackerl“, die sauber und geruchsfrei mit unbewehrter Hand zu greifen sind. Denn ab und zu finden sich unter den Tierresten in archäologischen Grabungen auch andere Relikte. Hundekot, der durch seinen hohen Mineralgehalt nicht zerfiel, sondern sich verfestigte und so über Jahrhunderte hinweg bis zur heutigen Zeit überdauerte. Damals wussten die Hundebesitzer nicht, dass heutzutage in Wien der Kot der Vierbeiner in einem Sackerl zu entsorgen ist. Aber nun fanden sich doch noch für die damaligen „Gackerl“ auch Sackerl. Und zwar Fundsackerl, in die sie bei den Ausgrabungen gesteckt wurden.

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Zum Schmelzen schön … ein Topf mit Deckel!

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Sie sind gar nicht so selten im Wiener Fundmaterial! In meist recht durch den Gebrauch „zerstörten“ Resten finden sie sich allenthalben, aber selten genug sind sie ganz – und noch nie zuvor hatten sie einen Deckel: Schmelztiegel aus Grafitton!

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