Kleine Keramikgeschichten – wissenschaftliches Arbeiten zu Zeiten von Corona

Autorin: Ursula Eisenmenger

Was Corona ist, muss ich ja nicht erklären. Doch wie arbeiten WissenschaftlerInnen, wenn sie „homeoffice“ machen, doch die archäologischen Funde nicht „daheim“, sondern im Büro, in der Werkstatt sind – und damit nicht verfügbar?

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Ein Blumenstrauß zur Aufmunterung

Autorin: Christine Ranseder

Der Kontakt mit der Natur verbessert bekanntlich den Gemütszustand, selbst wenn wir nur auf Bilder blicken. Fotos von Katzen-, Hunden oder putzigen Nagetieren habe ich mangels Haustier nicht bei der Hand, aber einen keramischen Blumenstrauß kann ich Ihnen per Blogbeitrag reichen.
Unter den Kachelfragmenten, die im Zuge von Bauarbeiten im Haus Judenplatz 8 geborgen wurden, befanden sich auch Exemplare mit Darstellungen von reich bestückten Blumenvasen.

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Wie ein Pfeil

Autorin: Constance Litschauer

Als Beigaben bieten die auch bei unseren Ausgrabungen am Friedhof bei der Kalvarienbergkirche in Hernals geborgenen christlichen Devotionalien einen Einblick in die Religiosität der dort bestatteten Gläubigen, aber ebenso in deren Ängste und Sorgen. Diese Bedürfnisse wurden auf verschiedene Andachtsgegenstände projiziert und so erzählen einige der Medaillen vom Zugang zu Krankheit und Seuche, der uns quer durch die Jahrhunderte auf unterschiedliche Weise, aber doch verbindet.

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Alchemie, Astrologie oder doch nur ein Tipp fürs Wäschewaschen?

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Manchmal „stehen wir etwas an“, wie man so nett sagt. Das Auftauchen von bisher unbekannten Gefäßformen, Verzierungen oder auch eingestempelten Marken ist es, was unsere Arbeit so prickelnd macht. Wer spürt nicht gerne Lösungen nach? Seien Sie unser Gast auf dieser Jagd!

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Oh, Eva!

Autorin: Christine Ranseder

Fast möchte man fragen: „Wo hast Du Adam gelassen?“. Aber der befand sich vielleicht auf der anderen Seite des Krügleins. Wie üblich, haben wir in der Werdertorgasse natürlich nur ein Bruchstück des einst sicher prächtigen, bunt glasierten Gefäßes aus dem 2. Drittel des 16. Jahrhunderts gefunden. Doch was verrät, dass es sich um Eva handelt?

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Die Kreativität der Natur

Autorin: Sigrid Czeika*

Immer wieder schiele ich mit ein wenig Neid auf meine KollegInnen von der Archäologie. Sie nehmen ein Fundstück her und können oft eine ganze Geschichte darüber und damit über die Kreativität des Menschen erzählen. Das kann ich mit Tierknochen nicht. Knochen sind Knochen – vorgegebene Strukturen, die immer gleich sind. Außer der Evolution steht keine Geschichte dahinter. Es gibt keine wundersamen Stücke, deren Geheimnis nicht in irgendeiner Vergleichssammlung für Tierknochen gelüftet werden kann.
Und doch wirken auch in der Natur kreative Kräfte. Sie sind unmittelbar und spontan, denn Knochen können ihre Form verändern.

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Ein keramisches Update für die Grabung Werdertorgasse

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Es war spätsommerlich warm als wir das letzte Mal über die Ausgrabung in der  Werdertorgasse, genauer gesagt über das Fundmaterial aus dieser Grabung,  berichteten. Jetzt stecken wir mitten in der Aufarbeitung und das große Puzzlespiel hat begonnen.

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Was von der Metallborte übrig blieb …

Autorin: Christine Ranseder

… verrät uns leider nicht mehr, worauf sie einst befestigt war. Es handelt sich bei diesem seltenen Textilrest um einen Streufund,  der im Zuge einer Ausgrabung auf dem Areal eines ehemaligen Friedhofs am St.-Bartholomäus-Platz (Wien 17) aufgelesen werden konnte. Während der Belegung des Friedhofs wurden bei der Anlage jüngerer Gräber immer wieder ältere Bestattungen gestört und dabei  Knochen, Beigaben und Reste der Kleidung umgelagert, also aus ihrem Zusammenhang gerissen. Im Fall unseres Metallbortenfragments ging so die Information zur ursprünglichen Lage im Grab – und damit auch die Möglichkeit auf ein bestimmtes Kleidungsstück zu schließen – verloren. Spannend ist der Fund trotzdem. Doch was macht ihn so besonders?

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