Hafteln – ein Dauerbrenner

Autorin: Christine Ranseder

Heute sind die unscheinbaren Hafteln vor allem als Verschlüsse von Büstenhaltern unverzichtbar. Die kleinen aus Draht gebogenen Häkchen und Ösen haben jedoch eine viel längere Geschichte als man vermuten würde. Sie unterstützen schon seit einigen Jahrhunderten den guten Sitz der Kleidung. Sein Aussehen hat das Haftel dabei  nicht verändert, nur gleichförmiger ist es durch die Industrieproduktion geworden.

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Was von den Nestelhülsen übrig blieb …

Autorin: Christine Ranseder

Bei der Durchsicht der Beigaben aus den am St.-Bartholomäus-Platz in Hernals freigelegten Gräbern stieß ich auf einige Nestelhülsen. Sie sind die Reste von einfachen Verschlüssen. Mit diesen schmalen zugespitzten Röhrchen aus Blech wurden ab dem 12. Jahrhundert die Enden von textilen Schnüren oder dünnen Lederriemen verstärkt. So konnten diese leichter durch Ösen gefädelt werden. Die metallenen Spitzen der Nesteln waren jedoch nicht nur funktional, sie spielten auch eine Rolle als dezenter Schmuck.

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Alte Bekannte und Neue Freunde

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Offenbar liebt es die Wiener Medienlandschaft persönlich. Sie schätzt den direkten Kontakt, die unmittelbare Ansprache, denn wie sollte es sich sonst wohl zutragen, dass ein Skelett nur wenige Tage nach seiner Entdeckung bereits einen (wenig geistreichen) Spitznahmen hat? Also gut, es soll uns keiner nachsagen, dass wir unseren Funden nicht innig verbunden sind, nur keine falsche Distanziertheit und schön der Reihe nach.

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Hin, weg und wieder da – Künetten am Stephansplatz

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Nach zwei Führungsmontagen erst einmal so viel:
Man ist im verbauten Umfeld einer Großstadt gewohnt, Führungen mit Sätzen wie: „Hier befand sich einmal …“, „In römischer Zeit stand hier …“ usw. zu beginnen. Die Künettengrabungen am Stephansplatz stellen da allerdings eine ganz neue Herausforderung dar.  Hier weiß ich von einer Woche zur nächsten nicht, ob etwas zu sehen sein wird, welche Künette Einblicke bietet. Das macht es abwechslungsreich, aber nicht einfacher. Immerhin soll nicht nur die ohnehin schon bekannte Geschichte des Platzes angesprochen werden, sondern auch Neuigkeiten – so es sie gibt – vermittelt werden. Und damit wären wir auch schon „in medias res“ wie der Lateiner so schön sagt, also „mitten drin“ bei der Frage: Was gibt es Neues?

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Der Stephansplatz – zentraler geht es fast nicht mehr

Autorin: Ingeborg Gaisbauer

Kann man aus Wiener Sicht an einer zentraleren Stelle Archäologie betreiben als  am Stephansplatz? Wird der Dom nicht oft genug als –  auch touristisch wirksames  – Herzstück dieser Stadt gepriesen?

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